Die Stunden davor: Eine Küchenparty beginnt lange vor dem ersten Gast
Hotel Küchenpartys:
Ein Abend, der lange vorher beginnt
Bevor die ersten Gäste durch die Küchentüren treten, laufen bereits seit Stunden die Vorbereitungen. Es wird abgeschmeckt, angerichtet, abgestimmt und gemeinsam gearbeitet. Zwischen heißen Pfannen, konzentrierten Handgriffen und kleinen Momenten des Innehaltens entsteht jene besondere Atmosphäre, die eine Küchenparty später so leicht wirken lässt.
Eine Küchenparty beginnt lange vor dem ersten Gast

Es riecht nach Butter. Nach Rotwein, der in einer Sauce reduziert. Nach geschmortem Fleisch, das seit Stunden im Ofen liegt. Nach allem auf einmal. Pfannen zischen, Cremes werden auf Teller gezogen, jemand ruft etwas über den Pass. Geschirr klirrt, jemand anderes summt leise vor sich hin. Und irgendwo dazwischen fängt jemand an zu lachen.
So klingt eine Küche kurz vor einer Küchenparty. Was zuerst auffällt, ist nicht die Hitze, nicht der Lärm. Es ist das Miteinander. Menschen, die sich kaum kennen, arbeiten unter Druck zusammen – und wachsen dabei in Stunden zu einem Team zusammen. Köche aus verschiedenen Häusern, mit verschiedenen Handschriften, die sich abstimmen, austauschen, aufeinander eingehen. Und die sich später, irgendwann, daran erinnern werden: Weißt du noch, damals auf der Küchenparty im Jacob? Im Ifen? In Wernigerode?
Küchenpartys im Louis C. Jacob
Präzision hinter den Kulissen.
Im Hotel Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee sind es noch wenige Minuten bis zum Einlass. In der Küche öffnet Konditorin Ilona Lindenthal einen Kühlschrank. Darin: Petit Fours, Reihe für Reihe, jede einzelne akkurat gesetzt. Man könnte denken, das sei die Arbeit einer Stunde. Tatsächlich ist es die Arbeit ganzer Tage. Später wird das niemand sehen – aber alle werden es schmecken.
Zwei Stationen weiter probiert Dirk Luther aus einem Topf, der nicht seiner ist. Luther kommt aus Glücksburg, er ist an diesem Abend als Gast eingeladen und bewegt sich in der fremden Küche, als wäre es seine eigene. Ein Löffel wird gereicht, ein Nicken, ein kurzer Satz. Das ist das Wesen dieser Abende: Thomas Martin, Küchendirektor im Louis C. Jacob, lädt bewusst Köche von außerhalb ein, alte Wegbegleiter, Menschen mit eigenen Handschriften. Sie bringen ihre Geschichte mit und für einen Abend kochen sie gemeinsam.
Martin selbst beobachtet, probiert, lächelt kurz. Sein Team weiß, was zu tun ist – jeder kennt seinen Platz, jeden Handgriff, jeden Moment. Martin muss nicht viel sagen. Später, fast beiläufig, spricht er über seinen Küchenchef Gjergi Ameti: „Er kümmert sich um alles, damit ich nichts machen muss.“ Das Team lacht. Es ist das Lachen von Menschen, die einander vertrauen.
Küchenpartys im
Louis C. Jacob Hotel Hamburg
Jede Küche hat ihren eigenen Rhythmus.
Andere Häuser der Gruppe kennen dieses Gefühl gut. Im A-ROSA Ifen Hotel Kleinwalsertal nennt Sascha Kemmerer seine Zusammenkünfte „Sascha & Friends". Kemmerer hat selbst als junger Koch im Ifen gelernt – in dem Haus, in dem er heute seine Küche führt. In den Stunden vor dem Einlass sieht man, was das bedeutet: Ein Gericht verlässt seine Station erst, wenn es genau so aussieht, wie er es im Kopf hat. Nicht früher. Die Gäste werden das nicht wissen. Sie werden es auf dem Teller sehen.
Ein Wiedersehen zwischen Herd und Handgriffen.
Im A-ROSA Gothisches Haus kehren zu den Küchenpartys auch ehemalige Auszubildende zurück, die inzwischen selbst Küchen führen. Ronny Kallmeyer erklärt auch dann seinen neuen Auszubildenden ruhig, wenn es stressig wird – wo das Fleisch angeschnitten oder wo die Sauce angegossen wird. Kleine Sätze, die bleiben. Für viele fühlen sich diese Abende weniger wie ein Event an als wie ein Wiedersehen.
Kurz bevor die Türen aufgehen: Sie dampfen, sie sind laut, sie sind konzentriert. Menschen lachen bei der Arbeit, greifen ineinander, helfen sich gegenseitig. Köche reisen von Haus zu Haus, bringen ihre Handschrift mit und kochen Seite an Seite mit Menschen, mit denen sie sonst in getrennten Welten arbeiten.
Dann tickt die Uhr lauter. Gleich stehen die ersten Gäste vor der Tür. Hier wird noch schnell ein Foto gemacht, da werden die letzten Handgriffe gesetzt. Man tauscht sich aus, man lacht, man atmet kurz durch.
Dann gehen die Türen auf
Die Gäste betreten die Küche, ein Terrain, das sie sonst nur erahnen können. Es entsteht eine Dynamik. Ein Satz hier, ein Lächeln dort. Jetzt zählt jeder Handgriff. Die ersten Teller gehen über die Theke. Irgendwo ist ein leises Mhhh zu hören. Die Musik beginnt. Und langsam baut sich die Anspannung der letzten Stunden ab – die Köche sind wieder in ihrem Element. Sie kochen, sie erklären, sie teilen. Sie präsentieren ihre Kunst und lassen einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu. Der Abend, den Gäste erleben, dauert nur wenige Stunden. Die Zeit, die darin steckt, beginnt lange davor.
Tipp: Küchenpartys finden bei A-ROSA und im Louis C. Jacob das ganze Jahr über statt.
Häufig gestellte Fragen
zu den Hotel Küchenpartys
Was ist eine Küchenparty?
Eine Küchenparty ist ein kulinarischer Abend, bei dem Gäste in die Hotelküche eingeladen werden und die Köche dort live bei der Arbeit erleben. Statt am Tisch zu warten, stehen sie mitten im Geschehen – an den Stationen, mit einem Glas in der Hand, während die Gerichte vor ihren Augen entstehen.
Wie läuft eine Küchenparty ab?
Wenn die Türen aufgehen, betreten die Gäste die Küche und bewegen sich frei zwischen den Stationen. Teller um Teller geht über die Theke, die Köche präsentieren ihre Gerichte und erzählen dazu, die Musik beginnt, und aus konzentrierter Anspannung wird gelöste Stimmung.
Was ist die Tradition der Küchenparty?
Im Kern lebt die Küchenparty von einem einfachen Gedanken: Köche öffnen einen Ort, der sonst verborgen bleibt – und holen einander zusammen. Oft laden Küchenchefs Weggefährten und Gastköche an ihren Herd ein und öffnen einen sonst verborgenen Ort für die Gäste. So nennt Sascha Kemmerer seine Abende im A-ROSA Ifen Hotel „Sascha & Friends", und im A-ROSA Gothischen Haus kehren ehemalige Auszubildende zurück – für viele ein Wiedersehen statt eines Events.
Was zieht man zu einer Küchenparty an?
Festlich, aber bequem – „smart casual" passt am besten. Da man sich durch die warme Küche bewegt und steht, empfehlen sich bequeme Schuhe, einen strengen Dresscode gibt es in der Regel nicht.
Wo finden Küchenpartys statt?
Küchenpartys gibt es im Hotel Louis C. Jacob in Hamburg, im A-ROSA Ifen Hotel im Kleinwalsertal und im A-ROSA Gothischen Haus in Wernigerode im Harz. Jedes Haus prägt den Abend mit seiner eigenen Handschrift.
Wann finden Küchenpartys statt?
Bei A-ROSA und im Louis C. Jacob finden Küchenpartys das ganze Jahr über statt. Die aktuellen Termine stehen auf den Event- und Ticketseiten der Häuser.
Wie kann ich an einer Küchenparty teilnehmen?
Tickets gibt es über die Event- und Ticketshops der Häuser – etwa beim Louis C. Jacob oder über die Eventseiten von A-ROSA. Dort findet man die nächsten Termine und buchbaren Abende.
























