Ein Gebäude im Schnee.
Ein Mann auf Skiern im Schnee.

Unterwegs mit dem Wunscherfüller Walter

Auf einem kleinen Parkplatz unterhalb der Sonnenalm nahe der österreichischen Grenze steigen wir aus unserem gemieteten Neun-Personen-Bus. Die letzten 25 Minuten haben wir damit verbracht, durch leicht beschlagene Fenster die Umgebung zu genießen, während Walter uns in Rekordgeschwindigkeit über verschneite Serpentinenstraßen kutschiert hat. Nicht ohne eine freundschaftliche Diskussion am Beginn der Mautstraße in bayerisch-frecher Mundart: Warum zahlen? Man kennt sich schließlich. Walter ist ja öfter hier.  

Walter. Dieser Name gehört zum aja Hotel in Ruhpolding wie die Brezn auf den bayerischen Teller. Denn hier schaltet und walte(r)t er als Wunscherfüller. Unser Wunsch heute? Eine Schneeschuhwanderung mit dem Mann, der alles kann.  

Schneeschuhwanderung Ruuhpolding

aja macht Urlaubswünsche wahr

In zehn aja Hotels in Deutschland und Österreich wartet Urlaub nicht nur im Zimmer, sondern auch draußen vor der Tür. In ausgewählten Häusern gibt es dafür eine besondere Person: den Wunscherfüller. Er begleitet Gäste bei Aktivitäten wie Spaziergängen, Wanderungen oder Touren, zeigt Lieblingsplätze in der Umgebung und kennt die besten Wege, Aussichten und Einkehrmomente. Kurz gesagt: Er macht aus „Was machen wir heute?“ ein gemeinsames Erlebnis.  

Der Bergführer Walter in Ruhpolding und eine Frau auf Schneeschuhen im Schnee bei einer Tour in Ruhpolding.

Walter: Unser Bergführer in Ruhpolding

Wenn wir Walter beschreiben müssten, fällt eines direkt auf: Er strotzt vor Energie. Oft sagt man, Menschen seien „im besten Alter“, ohne genau zu wissen, was gemeint ist. Doch bei Walter weiß man das. Aus seinem Gesicht spricht die Erfahrung, sein Gang erzählt von ungebrochener Kraft. Da ist nichts Behäbiges, nichts Zögerliches. Walter geht los – und man folgt automatisch. Der untrainierte Otto Normalverbraucher dürfte Walter vor allem von hinten kennen. Denn der Wunscherfüller ist stets zwei stramme Schritte voraus. Doch das macht nichts – Walter nimmt alle mit, die Lust haben. Allerdings nicht ohne einen frechen Spruch und ein schelmisches Lächeln. Motivation in ihrer charmantesten Form. 

Und am Ende will der Wunscherfüller immer nur das Beste für seine Gäste. Er beugt sich hinab, um zu prüfen, dass unsere Schneeschuhe richtig sitzen. Er weiß um die Besonderheiten der Umgebung. Und in jeder Schilderung schwingt eines mit: seine Liebe zur bayerischen Heimat.  

Eine Person fährt auf Skiern einen verschneiten Hang hinunter.

Ein Schwabe im Schnee 

Geboren wurde Walter aber nicht hier, sondern im beschaulichen Schwabenländle. Erst sein Job führte ihn in den Chiemgau – eine dieser Entscheidungen, die man trifft und nie bereut. Sport hingegen begleitet Walter ortsunabhängig, schon seit er denken kann. Mit zwei Jahren stand er zum ersten Mal auf Skiern. Später war er aktiver Skirennläufer, Skilehrer, Trainer – und mit allem vertraut, was im Winter Tempo, Technik und ein bisschen Mut braucht. Wintersport ist bis heute seine große Leidenschaft. Und wenn der Schnee Pause macht, wechselt Walter einfach die Bühne: auf sein Mountainbike, in die Berge zum Wandern oder auf dem SUP raus aufs Wasser. Bewegung ist bei ihm kein Programmpunkt. Sie ist seine Sprache. Und ein bisschen davon bringt er uns heute bei. 

Zwei Perosnen wandern durch dichten Schnee

Zwischen den Schritten: Ein Gespräch auf dem Weg

Wir sind mittlerweile mit unserer kleinen Gruppe unterwegs in Richtung Winklmoosalm. Auf Schneeschuhen, versteht sich. Die Sonne scheint, der Berg liegt weiß glitzernd vor uns.  

„Du machst das schon lange, oder?“, frage ich Walter, während er einen federnden Schritt nach dem anderen macht. Walter schaut kurz auf, als würde er überlegen, ob sein „lange“ zu unserer Definition davon passt. „Ich habe das Aktivitätenprogramm im aja Hotel in Ruhpolding aufgebaut“, sagt er. „Und ich bin bald seit einem Jahrzehnt mit Leib und Seele dabei.“ Es klingt nicht wie ein Job. Eher wie eine Berufung, die er nicht gesucht, sondern die ihn gefunden hat. 

Wunscherfüller nennt sich das in den aja Hotels. Ein Wort, das leicht klingt, fast spielerisch, und doch erstaunlich viel Verantwortung mit sich bringt. „Was bedeutet das für dich?“, frage ich. Walter schiebt sich die Handschuhe zurecht. „Es macht mir sehr viel Spaß, unseren Gästen bei einer meiner Aktivitäten die Schönheiten des Ruhpoldinger Tals und des Chiemgaus näherzubringen.“ Er sagt das ohne Pathos, aber mit diesem klaren Ton, der zeigt: Genau dafür steht er morgens auf. „Die Freude und die Anerkennung der Gäste bestätigen mir jeden Tag aufs Neue, dass das Wunscherfüller-Konzept ein Zugpferd in unserem Resort ist.“ Ich bewundere das. Wie schön das ist, wenn man etwas hat, für das man so sehr brennt. 

Ruhpolding im Winter mit Schnee.

Weisheiten von Walter, dem aja Bergführer in Ruhpolding

Während wir einen Schneeschuh vor den anderen setzen und Meter für Meter hinter uns bringen, teilt unsere Gruppe sich immer mal wieder anders auf. Verschiedene Gesprächsthemen wehen von wechselnden Seiten herüber. Walters Tempo ist bei alledem keine Vorgabe, sondern ein Versprechen: Er lässt niemanden zurück. Im Gegenteil. In einer kurzen Pause teilt er seinen Tee mit uns. Und erzählt gerne weiter. 

„Woran merkst du eigentlich, wie eine Tour laufen wird?“, frage ich ihn. „Ich erkenne auf den ersten Blick, in welcher Verfassung die Teilnehmenden sind“, sagt Walter. „Und ich stelle mich auf die Bedürfnisse der Gruppe ein.“ Bei ihm klingt das, als wäre es die einfachste Sache der Welt. „Im Vordergrund stehen immer der Genuss und das gemeinsame Erlebnis.“ 

Genuss. Erlebnis. Gemeinschaft. Die weiß verschneiten Bäume und die atemberaubende Berglandschaft verleihen Walters Worten Tiefe und Bedeutung. Hier draußen, weit weg von den kleinen, bunten Einträgen in unseren Terminkalendern, scheint die Zeit anders zu vergehen. Sie fließt, statt uns zu treiben. 

„Gibt es für dich so etwas wie das richtige Tempo?“, frage ich. Walter schaut mich aus seinen wachen Augen an. „Das richtige Tempo bestimmt immer das schwächste Glied in der Gruppe.“ Das klingt streng, meint aber das Gegenteil. Es bedeutet: Niemand muss beweisen, dass er mithalten kann. „Unsere Wanderung gehört uns allen“, sagt Walter. „Nicht den Sportlichen. Nicht den Lauten. Nicht denen, die vorn laufen.“ 

Diese Sätze hängen noch eine Weile in der Luft und werden Schritt für Schritt zu etwas anderem. Zu einem Gefühl. Zu einer Wahrheit. Wir sind nicht schnell. Wir eilen nicht, und wir urteilen nicht. Wir sind einfach unterwegs. Wir verlassen uns auf Walter und schauen nicht auf die Uhr. Die Dinge dauern hier draußen so lange, wie sie eben dauern. Was macht es schon, wenn wir eine Stunde früher oder später wieder im Hotel sind?  

Ein Gebäude mit Schnee auf dem Dach.

Der Weg ist das Ziel

Langsamkeit ist keine Schwäche, bestätigt uns auch Walter. „Es ist viel sinnvoller, eine Tour langsam und beständig zu meistern, als schnell und hektisch loszurennen. Der Weg ist das Ziel.“ Das lassen wir kurz sacken. Obwohl wir körperlich aktiv sind, wirkt der Austausch mit Walter beruhigend auf uns alle. Als würde er nicht nur uns, sondern auch die Stimmung führen – an einen schönen Ort, an dem wir noch nicht waren. 

Als wir eine kleine Senke erreichen, erzählt unser Guide von Touren, die ihm im Gedächtnis geblieben sind. Ich frage, welche für ihn die besonderste war. Er muss nicht lange überlegen. „Da gibt es viele. Aber eine Schneeschuhtour auf frischem Pulverschnee, unter blauem Himmel und Sonne“, sagt er. „Was gibt es Schöneres.“ Ich muss grinsen, weil ich merke, dass er nicht zurückschaut, sondern das Heute, unser Jetzt beschreibt. Und auch für das Hier findet er passende Worte: „Ruhpolding bietet eine fantastische Landschaft“, sagt Walter. „Berge, Seen. Hier wird noch Bayerisch geredet, und der Kaiserschmarrn wird auf der Alm noch frisch zubereitet.“ Und er ergänzt einen stillen Luxus der Region: „Die Gegend ist bis jetzt vom Massentourismus verschont geblieben.“ Ich schaue mich kurz um und erblicke tatsächlich nur einen Skifahrer, der auf der Piste neben uns den Berg hinuntersaust. Schön, diese Ruhe. Zumindest Ende November. Zwar lebt man hier von und mit den Besuchern, aber der regionale Charme und die bayerische Tradition haben einen sichtbaren Fußabdruck in Ruhpolding hinterlassen. Und müsste Walter sich entscheiden, wäre er immer lieber mit Gästen unterwegs als alleine. „Weil es immer sehr lustig und unterhaltsam ist. Und es ist spannend, jeden Tag aufs Neue interessante Menschen kennenzulernen.“ 

Und wenn Walter selbst mal raus muss, weg von allem? Er lächelt, diesmal noch ein bisschen mehr. „Meinen Ausgleich finde ich auf Sardinien beim Kiten.“ Dann schiebt er die Hände in die Jackentaschen und geht los. Als wäre es das Natürlichste der Welt. Und wir folgen. Automatisch.

Eine Frau und ein Mann mit Mountainbikes vor Bergkulisse mit einem Tourguide
Ruhpolding im Sommer

Walters Touren-Tipp

Bei einer Mountainbike-Tour durch Klein Kanada mit anschließendem Bad im Weitsee und einer Fahrt übers Röthelmoos mit Einkehr auf der Langerbaueralm erleben Sie Bayern wie auf der Postkarte.

Impressionen aus Ruhpolding

Eine Frau in einem Schwimmbecken.Eine Pfanne mit Käsespätzle auf einer Alm in Ruhpolding.
Zwei Personen in Schneeschuhen posieren im Schnee.Ein Mann und eine Frau stehen an einem Geländer im Freien.
Eine Gruppe von Menschen beim Wandern auf einem Berg.Eine verschneite Schneelandschaft in Ruhpolding im Chiemgau.
Schwimmbecken in einer grasbewachsenen Fläche mit einem Gebäude und Bergen im HintergrundEin Mann und eine Frau auf Schneeschuhen zeigen auf etwas.

5 Dinge, die wir von Walter gelernt haben

Tempo ist kein Wettbewerb. Die richtige Geschwindigkeit ist die, bei der alle mitkommen. Die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt, keine Bestzeit. 

Langsamkeit ist eine Form von Stärke. Beständig gehen bringt uns weiter als hektisch rennen. 

Frei von Druck vergeht die Zeit anders. Draußen in der Natur dürfen Dinge so lange dauern, wie sie dauern.  

Wer führt, nimmt mit. Gute Begleitung heißt: vorausgehen, aber immer wieder Raum lassen, damit jede und jeder im eigenen Takt ankommt.  

Was zählt, ist in Bewegung bleiben. Walters Fitness und Elan haben allen aus unserer Gruppe einen großen Motivationsschub gegeben. Bei unserem nächsten Besuch bei aja darf eine Tour mit dem Wunscherfüller nicht fehlen. 

Häufig gestellte Fragen zu
geführten Wanderungen in Ruhpolding

Kann man in Ruhpolding gut wandern? 

Ja! Ruhpolding ist ein Paradies für Wanderfans. Ob gemütliche Talrunde oder Gipfeltour mit Panoramablick – nicht weit vom aja Ruhpolding entfernt bieten sich zahlreiche Wanderungen für jedes Niveau und jedes Alter. 

Gibt es in Ruhpolding geführte Wanderungen? 

Ja! Als Gast im aja Ruhpolding gibt es die Möglichkeit, mit unserem Wunscherfüller und erfahrenen Bergführer Walter eine geführte Wanderung in den Chiemgauer Alpen zu buchen. 

Zu welcher Jahreszeit kann man am besten in Ruhpolding wandern? 

Das kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an, denn Wandern ist in Ruhpolding zu jeder Jahreszeit möglich. Glitzernder Schnee oder grüne Wiesen - in Ruhpolding ist Wandern das ganze Jahr über ein Erlebnis. 

Wo kann man mit Wunscherfüller Walter in Ruhpolding wandern? 

Die Touren werden je nach Wunsch und Wetterlage individuell von Walter zusammengestellt - die perfekte Gelegenheit, um sich überraschen zu lassen! 

Was ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Chiemgau? 

Ruhpolding liegt im Herzen des Chiemgau und die Chiemgauer Alpen sind hier fast zum Greifen nah. Mittendrin das aja Ruhpolding, das sich ideal als Ausgangspunkt für den Urlaub im Chiemgau und somit für Wanderungen in den Chiemgauer Alpen eignet. 

Mehr zum aja Hotel Ruhpolding
Charlotte Wagner

Studierte Medienwissenschaftlerin

Seit 2022 Teil der DSR Hotel Holding, wo sie die Liebe fürs Reisen auch beruflich ausleben kann

Über die Autorin: 
Charlotte Wagner

Als Head of Content in der DSR Hotel Holding entwickelt Charlotte Wagner kreative Inhalte für verschiedene Hotelmarken – von Kampagnen und Magazintexten bis hin zu Social-Media-Formaten und Reels. Zwischen der Ostsee, den Alpen und dem Schreibtisch gibt es für sie kaum etwas Schöneres, als Menschen mit Geschichten, Bildern und Momenten auf ihre nächste Auszeit einzustimmen.